19.03.2018 / Medienmitteilungen / /

CVP des Bezirks Zurzach informiert zum Zurzibiet CareNet

Mandatsträger der CVP Bezirk Zurzach treffen sich regelmässig zu themenbezogenen Vorstandsitzungen, so neulich zu Grundsatzfragen um das Gesundheitswesen im Bezirk. Gut informiert und vernetzt, um sich auf die Aufgaben im Dienste der Öffentlichkeit besser vorzubereiten, war für alle Teilnehmenden Motivation und Verpflichtung.

Nach der Begrüssung durch den Präsidenten der Bezirkspartei, Andreas Meier, referierten mit Dr. Peter Lude und René Huber, zwei profunde Kenner des Gesundheitswesens. Spitaldirektor René Huber erörterte die Ausgangslage, wonach verschieden Player im Gesundheitswesen tätig sind und namentlich zwei grosse stationäre Anbieter.  Das Gesundheitswesen bietet viele Arbeitsplätze und bringt einen erheblichen volkswirtschaftlichen Nutzen. Für das Zurzibiet ist der Wachstumsmarkt «Gesundheit» eine Chance, die es zu nutzen gilt. Erfolgreich nutzbar wird sie, wenn es ein Miteinander gibt, wenn sie vernetzt wächst. Letztlich regelt und steuert aber die Finanzpolitik die Gesundheitspolitik. Unser Kanton weist weiterhin unterdurchschnittliche Kosten und Prämien im Gesundheitswesen aus. Andere Kantone subventionieren Leistungserbringer deutlich stärker. Das ergibt eine Wettbewerbsverzerrung und stellt den Spitalstandort Aargau vor Probleme.

Dr. Peter Lude begann sein Referat mit dem Titel – «es funktioniert doch alles, wo liegt das Problem?» Möglicherweise an den Strukturen des Gesundheitssystems, im Zusammenspiel der Dienstleistungserbringer und im politischen und wirtschaftlichen Denken. Die Gemeinden sind zuständig für die Sicherstellung einer ambulanten und stationären Langzeitpflege. Sie sind zum Ausgleich der stetig steigenden «Restkosten» verpflichtet.  Konkret weist Dr. Lude auf die Probleme hin durch die Alterung, den medizinisch-technischen Fortschritt, veränderte Lebensstile und Familienformen. Dadurch verändert sich der Pflegebedarf und es entsteht Reformbedarf in der Gesundheitsvorsorge. Im Claim «überall für alle» zielt seine Konklusion darauf, dass die Nutzung von Synergien unter Dienstleistern, sowie freiwillige und nachbarschaftliche Hilfen immer wichtiger werden. Ein solches Zusammenwirken kann durch gute Absprachen, durch Koordination (Case- und Care-Manegement) und eine gemeinsame Budgetverantwortung gefördert werden. Dr. Lude schliesst mit dem optimistischen Hinweis – «wir haben ein enormes Potential!»

Der CVP-Vorstand hat aus diesen Referaten in der Diskussion schliesslich folgende Resolution gezogen: Wir stehen für eine Beibehaltung eines 24 Stunden Notfalldienstes, zur Sicherheit der Bevölkerung; für eine Stärkung (auch qualitativ) der Spitex; für die Aufrechterhaltung der Hausarztversorgung, mit Unterstützung von Spital und Rehaklinik und für eine Versorgungskette mit Leistungserbringern in «CARE NET Zurzibiet»

Die Versammlung hat schliesslich beschlossen eine nächste Veranstaltung dem Thema «Verkehrsentwicklung im Zurzibiet» zu widmen.