27.06.2017 / Artikel / /

Aufnahme Ostaargauer Strassenentwicklung (OASE) als Zwischenergebnis

René Huber, CVP-Grossrat, Einzelvotant

Geschäft Nr. 17.87
Anpassung Richtplan: Aufnahme Ostaargauer Strassenentwicklung (OASE) als Zwischenergebnis

Votum Eintretensdebatte

Wir alle haben in den letzten Wochen und Tagen mehrere Mails von Personen aus dem Gebiet Siggenthal erhalten, welche uns mit Gegenargumenten auffordern, das Geschäft OASE nicht als Zwischenergebnis im Richtplan einzutragen. Als Vertreter der Region Zurzibiet erlaube ich mir, Ihnen nun ein paar Argumente darzulegen, weshalb die Eintragung als Zwischenergebnis im Richtplan aus Sicht des Zurzibiets aber auch ganz generell von grösster Wichtigkeit ist:

  1. Die Entlastung der Agglomerationszentren Baden/Wettingen und Brugg mit verbessertem Zugang zum Nationalstrassennetz sowie die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die wirt-schaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und somit eine matchentscheidende Chance für die ländliche Region Zurzibiet. Dies hat die Zurzibieter Bevölkerung schon lange erkannt und deshalb im Jahr 2012 eine Petition mit über 11’000 Unterschriften beim Regierungsrat eingereicht.
  2. Die Entlastung der Agglomerationszentren ermöglicht eine schnellere Erreichbar-keit des Arbeits- und Wirtschaftsraumes Baden/Wettingen und Brugg. Diese Ent-lastung dient nicht nur der Zurzibieter Bevölkerung, sondern insbesondere auch den über 16’000 Fahrzeugen, die täglich den Zoll Koblenz überqueren, wovon die Meisten als Grenzgänger den genannten Arbeits- und Wirtschaftsraum Baden resp. Brugg als Ziel haben. Die ständig wachsenden Arbeitsplätze im Raume Baden/Brugg/Lenzburg führen unweigerlich zu mehr Grenzverkehr. Wenn diese Wirtschaftszentren schön gefördert werden, dann bitte soll auch das bestehende und ständig weiter wachsende Verkehrschaos gelöst werden.
  3. Die Verbesserung der Abstimmung von Siedlung und Verkehr als Teil des Ge-samtkonzeptes OASE ermöglicht die Inwertsetzung von vorhandenem Bauland sowie die Aufwertung von Bahnhofgebieten im Zurzibiet, was wiederum auch ein wesentlicher Beitrag zur Förderung des OeV ist.
  4. Die Verbesserung des Fuss- und Radverkehrs als Teil des Gesamtkonzeptes OASE öffnet neue Chancen zur Förderung von Veloschnellrouten z.B. aus dem Aaretal in die Agglomerationszentren und trägt somit nebst der Entlastung des MIV zur Gesundheitsförderung bei.
  5. Das Projekt OASE ist als Gesamtverkehrskonzept konzipiert und zielt somit insbesondere auch auf die Stärkung des OeV durch die Schaffung von direkten und verdichteten Verbindungen aus dem Zurzibiet in die Zentren ab.
  6. Sollte die MIV-Attraktivierung der Nord-Süd-Achse von Koblenz über Würenlingen oder via Surbtal in Richtung Baden nachweislich zum Anstieg des Durchgangsverkehrs führen, sieht das Projekt OASE weitere Massnahmen in den betroffenen Gemeinden vor.

Aus vorgenannten Gründen und in Anbetracht dessen, dass die von OASE direkt betrofffenen Replas Baden Regio, Brugg Regio und Zurzibiet Regio das Projekt seit Beginn gemeinsam begleiten, sich immer untereinander abgesprochen haben und die Eintragung von OASE im Richtplan auf Stufe Zwischenergebnis unterstützen, bitte ich Sie, dem vorliegenden Antrag zuzustimmen. Zudem wird mit diesem Schritt nichts in Stein gemeisselt. Nur wenn die Festsetzung als Zwischenergebnis erfolgt, kann das komplexe Vorhaben schrittweise verfeinert und optimiert werden. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.