27.08.2019 / Allgemein / /

Verkehrsplanung im Bezirk Zurzach, Informationsversammlung der CVP des Bezirks Zurzach

MandatsträgerInnen der CVP Bezirk Zurzach treffen sich regelmässig zu themenbezogenen Vorstandsitzungen, so auch am 22. August im Zurzacherhof, Bad Zurzach, zum Thema Verkehrsplanung im Bezirk Zurzach.

Nach der Begrüssung durch den Präsidenten der Bezirkspartei, Andreas Meier, erläuterte der Präsident des Gemeindeverband Zurzibiet Regio, Felix Binder den Entwurf des Kantons zum Projekt Ostaargauer Strassenentwicklung. In der Auslegung wurde die geographische Situation des Bezirks mit den diversen Verkehrsachsen dargestellt. Dabei ist augenfällig, dass die Pläne der Verkehrswege den Einzugsraum nördlich des Rheins, also Deutschland, nicht darstellen. Dieses Gebiet für die Planung auszublenden, ist als grosser Fehler anzusehen. Das Zurzibiet erlebt eine Verkehrszunahme gerade auch als Durchfahrtsgebiet von der Grenze bis zur Autobahn mit entsprechend zunehmenden Belastungen. Am 1. August war der Stau vor dem Grenzübergang Koblenz sogar grösser als am Gotthard. Der Schwerverkehr nahm an der Grenze in den letzten 5 Jahren um fast ein Drittel zu und ist weiterhin stark steigend. Die sich im Zurzibiet zuspitzende Situation ist das Resultat von Unterlassungen in Berlin, Stuttgart und Bern.

Der Grosse Rat behandelte die erste Vorlage zum Ostaargauer Strassenentwicklungsprojekt OASE im Juni 2017 und hat den Antrag zur Planung gutgeheißen. Ebenfalls beschlossen wurde dannzumal der Grundsatz, künftiges Wachstum mit Massnahmen in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Fuß- und Radverkehr sowie Mobilitätsmanagement aufzufangen. Der Fuß-, Velo- und öffentliche Verkehr soll in gleichwertig geplant werden wie der motorisierte Individualverkehr. Eine Entlastung der Zentren von Baden und Brugg dürfe nicht auf Kosten der umliegenden Gemeinden erfolgen. Schlussendlich soll mit einer nachhaltigen Raumplanung der steigenden Mobilität entgegengewirkt werden. Das definitive Entwicklungsprojekt wird vom Grossen Rat im nächsten Jahr zu beschließen sein.

Der Verkehr im Zurzibiet weist einen hohen Durchreiseanteil aus. Hochrechnungen in der Verkehrsentwicklung zeigen, dass der Öffentliche Verkehr (ÖV) in den nächsten 15 Jahren um 50% und der motorisierte Individualverkehr um 20% ansteigen werden. Damit unsere Mobilität auch in Zukunft verlässlich funktioniert, braucht es eine weitsichtige Planung. Ein Informationsaustausch und ein solides Netzwerk sind Grundlage für ein weitsichtiges Mitlenken. Ausgehend vom Referat und der anschliessenden Diskussion hält der CVP-Vorstand fest, dass ein flüssiger Verkehr für unseren Wohn- und Arbeitsraum eine zwingende Voraussetzung bleibt.

Die CVP Zurzibiet will sich an der kantonalen Vernehmlassung ab dem 18. Oktober beteiligen und beschliesst als Resolution:

Das Zurzibiet braucht den 15-Minuten-Takt im ÖV und eine durchgehende S6-Linie bis Bülach. Die Rheintalstrecke von Koblenz nach Laufenburg muss für die Zugverbindung Basel – Winterthur wieder geöffnet werden. Für Grenzgänger muss, z.B. auf deutschem Gebiet durch ein «Park and Ride», der Umstieg auf den ÖV erleichtert werden. Der LKW-Grenzübergang Waldshut-Koblenz kann keinen weiteren Mehrverkehr tragen. Weitere Zollübergänge zwischen Basel und Bodensee müssen zur Entlastung eingeplant werden. Für den Osten des Bezirks ist eine Schliessung der Hochbrücke in Baden ohne eine geeignete Alternative nicht akzeptabel.

Für die nächste Versammlung wurde das Thema beschlossen: «Zusammenarbeit der Gemeinden im Zurzibiet».